Die Ingenieure und Designer, welche unter der Regie von Lee Iacocca den Mustang kreierten, hatten nach sorgfältiger Untersuchung des Marktes ein erfolgversprechendes Konzept für ein Compact-Car erarbeitet.

Dieses Auto sollte sportlich und preiswert sein, dennoch eine gehobene Grundausstattung besitzen. Es sollte die immer größer werdende junge Käuferschicht, deren Nachwuchs ebenfalls mit eingeplant war, aber auch die Hausfrau, welche sich jetzt einen Zweitwagen wünschte, als Käufer gewinnen.

Das Konzept ging auf - schon vier Monate nach der Präsentation am 17. April 1964 waren 100.000 Fahrzeuge verkauft. Somit war Ford die erfolgreichste Präsentation eines Neuwagens in der Geschichte des Automobiles gelungen. Der Ansturm auf die Autohäuser war gigantisch. Man spricht von über 4 Mio. Interessenten, welche am Wochenende des 17. Aprils 1964 über 22.000 Wagen bestellten.
Es ereigneten sich dramatische Szenen beim Kauf des Mustangs. So schlief z.B. der höchstbietende von 15 Kaufwilligen in seinem Wagen, aus Angst, daß dieser an einen anderen Käufer verkauft werden könnte, solange sein Scheck nicht eingelöst war.

Die Kunden konnten neben den drei Karosserievarianten (Coupé, Fastback und Cabrio) unzählige Extras bestellen. Vom Slogan "The car that was designed to be designed by you" machten die Käufer regen Gebrauch.

50 % wurden mit automatischem Getriebe, 71 % mit einem der drei verfügbaren V8-Motoren und 80 % mit einem Radio geordert. Die ‚GT-Equipment Group' und Scheibenbremsen wurden in nur 3,5 % bzw. 3,1 % der 65/66er Mustangs gewünscht.

In Deutschland wurde der Mustang bis 1977 unter der werksinternen Bezeichnung T5 angeboten. Die Firmen Krupp und Kreidler hatten sich den Namen Mustang für ihre eigenen Fahrzeuge schützen lassen.


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